Künstlerisches Tun ist ein Anker
Wir leben in einer Welt, die ständig Antworten oder Ergebnisse von uns verlangt. Wir funktionieren, rennen einer To-do-Liste hinterher, die niemals endet, und schaffen es nicht einmal mehr PRIORITÄTEN zu setzen.
Die Erkenntnis, dass wir in einer Welt der Fülle leben und uns entscheiden müssen, finde ich persönlich oft sehr hart. Gibt es doch gerade im kreativen künstlerischen Bereich so viele wundervolle Dinge die wir tun können.
Aber, wenn es uns doch gelingt zu priorisieren bekommen wir dafür etwas noch Wertvolleres. Statt in die Masse zu gehen, erleben wir durch die Reduktion richtig tiefe beglückende Momente und Erfahrungen, die wir nie wieder vergessen.
Erinnerungen werden zur Erinnerung, wenn diese mit emotionalen Ereignissen verknüpft sind. Die Wichtigkeit der Emotion wird aktuell extrem vernachlässigt, gerne als schwach oder kindlich abgetan.
Ein extremer Fehler, der zu vielen psychischen Störungen und Verschiebungen führt.
Es gibt auch kein Denken ohne die dazu gehörige Emotion.
Das ist keine neue Erkenntnis, aber wie bei so vielen Themen, ändert sich trotzdem wenig. Noch immer sind die messbaren Leistungen, Angepasstheit und Kontrolliertheit die Eliten die "belohnt" werden.
Was aber das Unterdrücken von Gefühlen in der Welt bewirkt, erleben wir aktuell dramatisch. Im Kleinen, an der Zunahme von Depressionen und anderen emotionalen Störungen.
Freundlichkeit ist Resonanz
Mit Klangfarben und Farbtönen
Kennst Du Deine Muse?
Egal ob wir Musik machen, malen, schreiben oder mit Materialien gestalten, treten wir aus dem Hamsterrad heraus. In dem Moment, in dem wir unser Instrument spielen, singen, eine Farbe mischen oder eine Form entstehen lassen, passiert etwas ganz Besonderes:
DIE ZEIT BLEIBT STEHEN.
Künstlerisches Tun verändert dein Leben nicht, weil du am Ende ein "perfektes" Ergebnis bekommst. Es verändert dein Leben,
weil:
- es das Gehirn beruhigt: Der Fokus auf das Tun ist wie eine Meditation. Der Stresspegel sinkt messbar.
- es die Selbstwirksamkeit stärkt: in einer Welt, in der wir Vieles nicht kontrollieren können, erschaffst DU etwas das nur Dich betrifft und dich zeigt. Das gibt Kraft für alle anderen Lebensbereiche.
- es alle Sinne schärft: wer künstlerisch arbeitet, lernt die Nuancen zu hören, zu sehen, zu fühlen das Licht im Schatten, die Stille zwischen den Tönen, die wichtigen Nuancen einer Stimme. Und ganz besonders die Schönheit in der Unvollkommenheit, die Lust am Experimentieren. Mut zum Fehler. Mut zum Anders.
🌷
PROBIERE ES UNBEDINGT AUS!
Schreibe auch dein Künstler: innen Journal oder dein Übe-Tagebuch.
Wenn du es nach einem Jahr einmal von vorne nach hinten durchblätterst und liest, wirst du staunen, welche wunderbaren Gedanken und Ideen du hattest Gleichzeitig kannst du feststellen, welche in deinem Bewusstsein geblieben sind, und wo du gerne nochmal zurückgehen möchtest.
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